BASF AGM: Speech and Questions asked to BASF Board of Directors on 30 April 2026

Good day to the BASF Board of Directors, and to the press,

I am here to bring a Ukrainian voice and to ask questions on behalf of Ukrainians.

My name is Jason Kirkpatrick, and I work for the Ukrainian campaign group “Razom We Stand,” which advocates for an end to the war.

Our founder, Dr. Svitlana Romanko, could not be here today, so I am reading this statement and posing ten brief questions on her behalf:

“For decades, BASF subsidiary Wintershall Dea made cooperation with Russia and Gazprom a central pillar of its oil and gas business — including after the invasion of Crimea and the Donbas in 2014, during which countless Ukrainians lost their lives in Russia’s fossil fuel-funded war, which, as we all know, was partly supported by the collaboration of Western companies such as Wintershall Dea. Even after the full-scale invasion of Ukraine in February 2022, and in the face of now more than 190,000 documented war crimes, Wintershall Dea initially simply continued its Russian operations before eventually withdrawing under pressure.”

“It is therefore deeply troubling that, according to Handelsblatt, BASF has now received approximately 229 million euros in taxpayer-funded compensation in connection with these assets. From a Ukrainian perspective, profits generated by companies that cooperated with Russia after February 2022 are quite simply stained with Ukrainian blood. We call on BASF to take responsibility and redirect these 229 million euros to support the reconstruction of Ukraine and the victims of this war.”

Against the backdrop of this statement, I have the following questions regarding the 229 million euros in taxpayer-funded compensation reported by Handelsblatt last January, and today — April 30th — by the Tagesspiegel.

1. What is the current status of discussions on this matter with the federal government or the Federal Ministry for Economic Affairs? Has a final decision already been made?

2. What is the total amount of payments made to date?

3. Are further payments still outstanding? Do these correspond to the full amount of the investment guarantees for the Russian assets? If only a portion has been paid out so far: When will a decision on the payment of the remaining amounts be made?

4. Will BASF accept responsibility for what many critics regard as its belated exit from the Russian gas business, and make the funds received available as a form of reparation for the reconstruction of Ukraine?

5. Has BASF indicated to investors or rating agencies that the government compensation payments improve the group’s financial stability or dividend-paying capacity? If so: In what way exactly?

6. If further payments are still outstanding: What conditions could, in the view of the federal government or the company, still lead to these payments being reduced, delayed, or denied?

7. What internal discussions have taken place at the board or supervisory board level regarding making the funds received available for humanitarian aid, energy infrastructure, or reconstruction projects in Ukraine?

8. Can you commit to BASF fully and transparently disclosing to shareholders the total government compensation payments applied for, approved, and already paid out — including any potential further claims?

9. How does the board assess the reputational and liability risk to BASF if taxpayer-funded compensation for Russian investments is distributed to shareholders while Ukraine continues to suffer massive war damages?

10. Has BASF examined whether a voluntary fund or provision could be established for Ukrainian reconstruction or compensation measures? If not: Why not?

I would be very grateful for answers to these questions. My Ukrainian colleagues and I look forward to hearing them, and we will pass your responses on to the press and to our political contacts in the Bundestag and in the ministries.

Thank you very much for your time.

DEUTSCH (original text)

Guten tag an die BASF Vorstand, und an die Presse,

Ich bin hier, um eine ukrainische Stimme einzubringen und im Namen der Ukrainer Fragen zu stellen. 

Mein Name ist Jason Kirkpatrick, und ich arbeite für die ukrainische Kampagnen gruppe „Razom We Stand“, die sich für ein Ende des Krieges einsetzt. 

Unsere Gründerin Dr. Svitlana Romanko konnte heute nicht hier sein, daher lese ich diese Erklärung, und stelle zehn kurz fragen, in ihrem Namen vor:

„Jahrzehntelang machte die BASF-Tochter Wintershall Dea die Zusammenarbeit mit Russland und Gazprom zu einer zentralen Säule ihres Öl- und Gasgeschäfts – auch nach der Invasion der Krim und des Donbass im Jahr 2014, bei der unzählige Ukrainer in dem von fossilen Brennstoffen finanzierten Krieg Russlands ums Leben kamen, der, wie wir alle wissen, teilweise durch die Zusammenarbeit westlicher Unternehmen wie Wintershall Dea unterstützt wurde. Selbst nach der groß angelegten Invasion der Ukraine im Februar 2022 und angesichts von mittlerweile mehr als 190.000 registrierten Kriegsverbrechen, machte erst Wintershall Dea einfach weiter mit ihren russischen Aktivitäten, bevor sie unter Druck aus dem Geschäft ausstieg.”

“Es ist daher zutiefst beunruhigend, dass laut Handelsblatt, BASF nun rund 229 Millionen Euro an steuerfinanzierten Entschädigungen im Zusammenhang mit diesen Vermögenswerten erhalten hat. Aus ukrainischer Sicht sind Gewinne, die von Unternehmen erzielt wurden, die nach Februar 2022 mit Russland zusammengearbeitet haben, ganz einfach mit ukrainischem Blut befleckt. Wir fordern BASF auf, Verantwortung zu übernehmen und diese 229 Millionen Euro zur Unterstützung des Wiederaufbaus der Ukraine und der Opfer dieses Krieges umzuwidmen.“

Vor dem Hintergrund dieser Erklärung habe ich folgende Fragen zu den 229 Millionen Euro an steuerfinanzierten Entschädigungen, über die das Handelsblatt im vergangenen Januar, und heute 30 April im Tagesspiegel, berichtete.

1. Wie ist der aktuelle Stand der Gespräche zu diesem Thema mit der Bundesregierung oder dem Bundeswirtschaftsministerium? Ist bereits eine endgültige Entscheidung gefallen?

2. Wie hoch ist der Gesamtbetrag der bisher geleisteten Zahlungen?

3. Stehen weitere Zahlungen noch aus? Entsprechen diese dem vollen Betrag der Investitionsgarantien für die russischen Vermögenswerte? Falls bisher nur ein Teil ausgezahlt wurde: Wann wird eine Entscheidung über die Auszahlung der Restbeträge getroffen?

4. Wird BASF die Verantwortung für den von vielen Kritikern als verspätet angesehenen Ausstieg aus dem russischen Gasgeschäft übernehmen und die erhaltenen Mittel als eine Form der Wiedergutmachung für den Wiederaufbau der Ukraine zur Verfügung stellen?

5. Hat BASF gegenüber Investoren oder Ratingagenturen angegeben, dass die staatlichen Entschädigungszahlungen die finanzielle Stabilität oder Dividendenausschüttungsfähigkeit des Konzerns verbessern? Falls ja: Wie genau?

6. Falls weitere Zahlungen ausstehen: Welche Bedingungen könnten aus Sicht der Bundesregierung oder des Konzerns noch dazu führen, dass diese Zahlungen gekürzt, verzögert oder abgelehnt werden?

7. Welche internen Diskussionen gab es im Vorstand oder Aufsichtsrat darüber, die erhaltenen Mittel für humanitäre Hilfe, Energieinfrastruktur oder Wiederaufbauprojekte in der Ukraine bereitzustellen?

8. Können Sie zusagen, dass BASF gegenüber den Aktionärinnen und Aktionären vollständig transparent offenlegt, welche staatlichen Entschädigungszahlungen insgesamt beantragt, bewilligt und bereits ausgezahlt wurden – einschließlich möglicher weiterer Ansprüche?

9. Wie bewertet der Vorstand das Reputations- und Haftungsrisiko für BASF, wenn steuerfinanzierte Entschädigungen für Russland-Investitionen an Aktionäre ausgeschüttet werden, während die Ukraine weiterhin massive Kriegsschäden erleidet?

10. Hat BASF geprüft, ob ein freiwilliger Fonds oder eine Rückstellung für ukrainische Wiederaufbau- oder Entschädigungsmaßnahmen eingerichtet werden könnte? Falls nein: Warum nicht?

Ich wäre Ihnen für eine Antwort auf diese Fragen sehr dankbar. Meine Ukrainiache Kollegen und ich freuen uns darauf, diese zu hören, und wir werden Ihre Antworten an die Presse sowie an unsere politischen Freunde im Bundestag und Ministerien weitergeben.

Vielen Dank für Ihre Zeit.

Countermotions of the Association of Ethical Shareholders Germany: https://www.kritischeaktionaere.de/en/basf-se/the-proposed-dividend-cuts-into-substance-financially-socially-and-ethically-our-countermotions/

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